www.sternpate.de erklärt den aktuellen Sternhimmel
Beschreibung des Sternenhimmels im Herbst:
Der Sommer geht astronomisch gesehen zu Ende und nun beherrschen die Sternbilder des Herbstes den Himmel.
Auch wenn wir im Westen noch lange das Sommerdreieck sehen, hat der Himmel doch nun eindeutig herbstliche Züge angenommen.
Hoch im Südosten steht nun die Sternenkette der Andromeda. Bei absolut dunklem Himmel kann man über dem mittleren Stern dieser Sternenkette ein schwaches nebliges Fleckchen erkennen - das ist der sogenannte Andromedanebel (M 31), auch Andromedagalaxie genannt, die uns am nächsten gelegene Milchstraße im Universum! Der Andromedanebel ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Unter aufgehelltem Stadthimmel wird M 31 aber kaum mehr mit bloßem Auge zu erkennen sein. In einem Feldstecher erkennt man M 31 aber auch am Stadthimmel einwandfrei.
Unter der Andromeda liegt das kleine Sternbild Dreieck. In diesem kleinen Sternbild liegt eine weitere nahe Galaxie. Es ist M 33, auch Triangulumgalaxie genannt. Sie ist etwas über 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und bildet zusammen mit der Andromedagalaxie M 31 und unserer Milchstraße einen kleinen Galaxienhaufen - die sogenannte lokale Gruppe. M 33 ist allerdings sehr lichtschwach. Um sie zu sehen braucht man schon einen lichtstarken Feldstecher und absolut dunklen Himmel ohne Mondlicht fernab der Städte.
Gleich rechts neben der Andromeda schließt sich das große Viereck des Pegasus an, das auch Herbstviereck genannt wird. Rechts im Pegasus liegt M 15, ein schöner Kugelsternhaufen.
(Lesen Sie dazu unser Special: B.A.S.-Sternbild des Monats: "Pegasus")
Etwas weiter nach Nordosten hin ist der Perseus aufgegangen. Im Perseus befindet sich einer der schönsten Objekte unseres Himmels. Es ist der Doppelsternhaufen h und chi der schon im Feldstecher einen schönen Anblick bietet, vorausgesetzt man beobachtet in mondloser Nacht unter dunklem Himmel. Eine Sterntaufe im Sternbild Perseus kann ich Ihnen nur empfehlen! Über dem Perseus sehen wir inmitten der Milchstraße gelegen die Cassiopeia, auch das "Himmels-W" genannt. Cassiopeia ist ganzjährig sichtbar und recht markant. Auch der Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella gewinnt nun wieder an Höhe.
Tief im Osten erscheint langsam die Sternengruppe der Plejaden, ein offener Sternhaufen der zum Sternbild Stier gehört und an den kommenden Winter erinnert. (Wird gerne mit dem Kleinen Wagen verwechselt - hat mit diesem aber gar nichts zu tun.)
Tief im Süden stehen die Sternbilder Steinbock und Wassermann, die aber alle aus sehr lichtschwachen Sternen bestehen. Auf dem Land, im Gebirge oder an der See hat man aufgrund des fehlenden Streulichtes der Städte noch die besten Chancen, auch mal diese schwachen und ausgedehnten Sternbilder zu sehen; dies allerdings nur bei sehr klarer Durchsicht. Der Westhimmel wird noch von dem Sommerdreieck mit den Sternbildern Schwan, Leier und Adler beherrscht.
Der große Wagen hat nun seine tiefste Stellung erreicht und liegt aufrecht parallel zum Nordhorizont. Die Milchstraße zieht noch fast durch den Zenit und kann auch im Herbst gut beobachtet werden. Nach Osten hin wird sie aber zunehmends schwächer, was damit zu tun hat, das im Winter die Nachtseite der Erde zu den äußeren Teilen unserer Galaxis zeigt wo die Sternendichte immer geringer wird.
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