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Wissenswertes über Meteorite - Meteoriten Information

Was ist ein Meteorit?

Was am nächtlichen Himmel hell als Sternschnuppe aufleuchtet, stammt meist von nur wenigen Gramm schweren Staubkrümeln, die in der Erdatmosphäre verglühen. Durch die Luftreibung erhitzen sich diese Körnchen schon in großer Höhe. Die vom Erdboden sichtbaren Leuchtstreifen, die auch Meteore genannt werden, stammen jedoch nicht von diesen Körnchen selbst, sondern von den Luftmolekülen auf ihrer Bahn. Die oft viele 10.000 Kilometer pro Stunde schnellen Geschosse aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden.


Ein nicht vollständig verglühter kosmischer Brocken, der auf der Erdoberfläche einschlägt, heißt Meteorit. Meteoriten stammen von Kometen und Asteroiden oder bestehen aus abgesprengten Teilen von anderen Planeten. Pro Jahr erreichen nach Expertenschätzungen mehr als 19.000 Meteoriten mit einer Masse von mehr als 100 Gramm die Erdoberfläche und hinterlassen beim Einschlag zum Teil tiefe Krater. Allerdings werden höchstens zehn von ihnen gefunden: Die meisten stürzen ins Meer oder auf unbewohntes Gebiet.


Zu den bekanntesten Kratern zählt das Nördlinger Ries zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb. Dort hat ein großer Meteorit beim Einschlag vor etwa 14,5 Millionen Jahren einen Krater mit einem Durchmesser von rund 24 Kilometern hinterlassen.



Woher kommen die Meteorite?

Alle bis heute gefundenen Meteoriten kommen aus unserem Sonnensystem. Der Herkunftsort der meisten Meteorite liegt im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter.

Meteoritensuche in Libyen - B.A.S.-Astroservice GmbH
B.A.S.-Team bei der Meteoritensuche in Libyen

Steinmeteorite

Über 95% aller bekannten Meteorite sind Steinmeteorite. Sie sind nur schwer von irdischen Gesteinen zu unterscheiden und unterliegen wie ganz normale Steine der Verwitterung. Es gibt bei den Steinmeteoriten zwei verschiedne Klassen, die Chondrite und die Achondrite. Die Chondrite sind seit ihrer Bindung unverändert und beinhalten kugelige Einschlüsse, die sogenannten Chondren.
In den Achondriten findet man kaum Eisen und keine Chondren. Ihr geringer Eisenanteil erschwert die Unterscheidung zu irdischen.


Auf Meteoritensuche in Libyen Januar 2005
Auf Meteoritensuche in Libyen, Januar 2005

Chondrite

Gewöhnliche Chondrite sind mit einem Anteil von über 80% die häufigsten Steinmeteorite. Es gibt verschiedene Unterkategorien:


Kohlige Chondrite
Eine der seltene Untergruppen der Chondriten sind die kohligen Chondrite. Sie enthalten einen hohen Anteil an Kohlenstoff.

Achondrite
Die Achrondrite entstammen direkt oder indirekt aus planetarischen Schmelzen. Ihr Unterscheidungsmerkmal ist eine glänzende Schmelzkruste.

Enstatit Chondrite
Eine weitere recht seltene Gruppe der Chondriten sind die Enstatit-Chrondrite. Durch das fast vollständige Fehlen von Eisenoxid und werden sie als eigene Gruppe geführt.


Rumuruti-Chondrite
Die sehr seltene Gruppe der Rumuruti-Chondrite tragen Ihren Namen nach dem Meteoritenfall in Rumuruti (Kenia, Afrika).




Mondmeteorite und Marsmeteorite

Die Achondriten dieser exklusiven Gruppe unterscheiden sich von allen anderen Steinmeteoriten durch ihr Alter von NUR einigen hundert Millionen Jahren. Als Herkunftsort vermutet man unsere grösseren Planeten. Als wahrscheinlichster Herkunftsplanet wird Mars angesehen. Eine noch kleinere und dadurch extrem seltene Gruppe von Achondriten sind die sogenannten Mondmeteorite. Durch Vergleiche mit mitgebrachtem Mondgestein der Mondlandungen wurden sie zweifelsfrei als vom Mond abstammend identifiziert.
Fast alle Mondmeteorite haben eine bräunlich gefärbte Schmelzkruste.

Auf Meteoritensuche in Libyen 2005 Hamada al Hamrah
Die Hamada al Hamrah in Libyen - B.A.S.-Expedition 2005

Eisenmeteorite (Wie unser Sikhote-Alin-Angebot und die Campo Del Cielo-Halsketten)

Die Eisenmeteorite (Siderite) machen insgesamt nur knappe 4% an den gesamten Meteoritenfällen aus und gehören daher eher zu den seltenen Metoriten. Weil man sie leicht von irdischem Gestein unterscheiden kann, zählen sie aber dennoch zu den häufigsten Funden. Man differenziert die Eisenmeteorite in Eisenmeteorite und Stein-Eisen-Meteorite. Es gibt 13 Unterkategorien, die sich in der Zusammensetzung unterscheiden. Am häufigsten kommen sogenannte Oktaedrite vor: Sie bestehen zu über 90% aus Nickeleisenverbindungen.

Durch Auftragen von verdünnter Salpetersäure kann man bei den meisten Eisenmeteoriten die sogenannten Widmannstättenschen Figuren sichtbar machen. Dies sind linienartige Muster, die sich an polierten Schnittstellen zeigen.

Unser angebotener Sikhote-Alin-Meteorit gehört zur Gruppe der II AB Oktaedrite. 93.3% Eisen 5.3% Nickel.

Halten Sie ein Stück Urmaterie in Händen: ca. 4.5 Milliarden Jahre alt!

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