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Sterntaufe und Sternpatenschaft im Sternbild des Monats September: Andromeda

Sternenbild Andromeda
Sternbild Andromeda

Das Sternbild Andromeda, ist zusammen mit Pegasus, Perseus und Walfisch (Cetus) eines der interessantesten Sternbilder unseres Herbsthimmels! Übernehmen Sie jetzt eine Sternpatenschaft oder führen Sie eine Sterntaufe durch!

Beschreibung des Sternbildes Herkules:

Mehr Infos: Zum Sternhimmel des Monats

Er gehört zu den klassischen Herbststernbildern.

Die Andromeda besteht aus einer Kette von vier Sternen, die vom Rechteck des Pegasus ausgehen. Die drei hellsten Sterne sind zwischen 30 und 45 Grad Deklination zu finden und liegen nahezu auf einer Linie. Unter günstigen Beobachtungsbedingungen ist nördlich von delta Andromedae ein schwach leuchtender Nebelfleck zu erkennen, die Galaxie M31, auch als Andromedanebel bekannt. Die sichtbaren Sterne des Sternbildes selbst liegen alle in unserer Galaxis und sind nicht weiter als ungefähr 30.000 Lichtjahre entfernt, während die Entfernung zum Andromedanebel mit rund 2,7 Millionen Lichtjahren wesentlich größer ist.

Andromeda ist in unseren Breiten prima zu beobachten und eine Sternpatenschaft oder Sterntaufe in diesem Sternbild können wir nur wärmstens empfehlen!

Mythologie des Sternbildes Andromeda:

Der Name leitet sich von Andromeda, einer äthiopischen Prinzessin der griechischen Mythologie, ab und taucht bereits im 2. Jahrhundert nach Christus bei Ptolemäus auf. Andromeda, die einzige Tochter des Cepheus und der Kassiopeia (Beides ebenfalls Sternbilder des Nordhimmels), sollte einem Meeresungeheuer geopfert werden, das ausgesandt worden war, um die Eitelkeit ihrer Mutter zu strafen. Cassiopeia hatte behauptet, selbst die Nereiden an Schönheit zu übertreffen. Die so geschmähten wandten sich an den Meeresgott Poseidon, der ein Untier aussandte, das die Küste von Cepheus¿ Reich verwüstete. Nur durch das Opfer der schönen Andromeda konnte das Ungeheuer besänftigt werden. Als Andromeda, an einen Felsen gekettet, ihr Schicksal erwartete, erschien der Held Perseus auf seinem geflügelten Ross Pegasus und erschlug das Untier. Zum Lohn erhielt er Andromeda zur Frau.
Alle Gestalten der Sage wurden am Himmel verewigt, das Meeresungeheuer in Form des Sternbildes Cetus/Walfisch.

 

Besonderheit des Sternbildes Andromeda:

Hintergrundinfos zu unserer Nachbargalaxie M31:


M 31 ist die berühmte Andromedagalaxie, unsere nächste, größere Nachbargalaxie, die zusammen mit ihren beiden Begleitern (M 32 und M 110, zwei helle elliptische Zwerggalaxien), unserer Galaxis und deren Begleitern, M 33 und anderen die sogenannte "Lokale Gruppe" bildet.

Da dieses Objekt selbst unter mittelmäßigen Bedingungen sichtbar ist, war es als "kleine Wolke" schon dem persischen Astronomen Al-Sufi bekannt, der es bereits im Jahre 905 n.Chr. beobachtet hatte (wie er in seinem Buch der Fixsterne 59 Jahre später schrieb). Charles Messier war dieser frühe Bericht offensichtlich unbekannt und schrieb die Entdeckung Simon Marius zu, der 1612 die erste Beschreibung dieses Objekts basierend auf Beobachtungen am Teleskop gab. Man hat lange geglaubt, daß der "Große Andromeda Nebel" einer der uns nächsten Nebel wäre (William Herschel war der, natürlich falschen, Ansicht, daß seine Entfernung "nicht das 2000-fache der Entfernung des Sirius überschreiten würde" (17000 Lichtjahre).

Erst William Huggins, ein Pionier auf dem Gebiet der Spektroskopie, fiel der Unterschied zwischen Gasnebel mit ihren Linienspektren und jenen "Nebeln" mit kontinuierlichen Spektren, die, wie wir heute wissen, Galaxien sind, auf.

Im Jahre 1912 maß V.M. Slipher vom Lowell Observatory die Radialgeschwindigkeit des Andromada "Nebels" und fand heraus, daß dieser die höchste Geschwindigkeit aufwies, die je gemessen worden war: er nähert sich uns mit etwa 300km/sec (ein genaueres Ergebnis ist, laut Burnham, um die 266 km/sec). Das deutet bereits auf die extra-galaktische Natur dieses Objektes.

Im Jahre 1923 fand Erwin Hubble den ersten Cepheiden in der Andromeda Galaxie und wies so die intergalaktische Entfernung und die wahre Natur von M 31 als Galaxie nach. Da er nicht wußte, daß es zwei verschiedene Arten von Cepheiden gibt, war seine Entfernungsangabe dementsprechend um mehr als den Faktor 2 falsch. Dieser Irrtum wurde nicht aufgedeckt bis auf dem Mt.Palomar das 200-inch Teleskop fertig gestellt worden war und in Betrieb ging.

Heutzutage ist die Andromeda Galaxie mit Sicherheit die am meisten untersuchte "externe" Galaxie. Sie ist von besonderem Interesse, da sie Studien aller Erscheinungen einer Galaxie von außen zuläßt, die wir auch in unserer Galaxis finden, aber wegen nicht beobachten können, weil der größte Teil unserer Galaxis von interstellarem Staub verdeckt wird. Daher gibt es kontinuierlich Untersuchungen der Spiralstruktur, offener und Kugelsternhaufen, interstellare Materie, planetarische Nebel, Supernovaüberreste (vgl. Jeff Kanipe's Artikel in Astronomy, November 1995), galaktische Kerne, Begleitergalaxien u.s.w. .

Einige dieser Erscheinungen sind auch für den Amateur von Interesse: Selbst Charles Messier fand die beiden hellsten Begleiter von M 31, M 32 und M 110, die man mit Ferngläsern und sehr schön mit kleinen Teleskopen sehen kann. Der besser ausgestattete Amateur kann mehr erkennen, zum Beispiel den hellsten Kugelsternhaufen, G1; dazu braucht man Teleskope mit einer Apertur von 10-inch oder größer (vgl. Leos Ondra's Artikel in Sky & Telescope, November 1995, S. 68-69). Der Astrophotograph ist besser dran, kann er doch auch das schwächere Licht der Spiralarme mit seinen Details sammeln, wie in unserem Bild: Amateure können sogar mit einer billigen Ausrüstung höchst eindrucksvolle Bilder erhalten, von Weitwinkel Aufnahmen bis hin zu detaillierten Nahaufnahmen.

Vorsichtige Schätzungen seines Winkeldurchmessers, die mit einem 2-inch Fernglas von dem französischen Astronomen Robert Jonckhere von 1952 bis 1953 durchgeführt worden sind, lieferten eine Ausdehnung von 5.2 mal 1.1 Grad, ein Wert, der bei einer Entfernung von etwa 2.2 bis 2.4 Millionen Lichtjahren einem Scheibendurchmesser von grobgesagt 200000 Lichtjahren ergibt. Diese Galaxie ist als gut doppelt so groß wie die unsrige !

Durch das Hubble Space Telescope wurde offenbar, daß M 31 einen Doppelkern, hat; ein Grund für diese Erscheinung wäre, daß sie möglicherweise eine andere, kleinere Galaxie "aufgefressen" hat, die dereinst in das Kerngebiet von M 31 eingedrungen ist (diese Art von "Kannibalismus" findet man öfter bei Galaxien).

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